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Erfahrungsbericht Kevin

Ausgangslage

Kevin ist 15 Jahre alt und lebt seit einigen Monaten in einer Wohngruppe einer größeren Einrichtung.

Die Eltern leben getrennt und haben das gemeinsame Sorgerecht. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht liegt aber beim Vater. Kevin hat derzeit ein besseres Verhältnis zur Mutter und häufig heftige Konflikte mit dem Vater.

Es hat sich nun folgende Situation ergeben:

Die Wohngruppe wird über das Wochenende geschlossen, da alle Kinder und Jugendlichen nach Hause gehen. Kevin soll zu seinem Vater. Er möchte  lieber zur Mutter. Der Vater besteht auf sein Kommen, da bei ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht liegt.

Hilferuf

In dieser Situation wendet sich Kevin an den Verein mit der Bitte ihm zu helfen.

Kevin wird aufgezeigt welche Möglichkeiten er hat.

Die Einrichtung ist verpflichtet ihm eine Alternative zum Heimfahren anzubieten. Dies wurde ihm bisher nicht angeboten.

Kevin möchte  nicht darauf bestehen in der Einrichtung zu bleiben, da er Nachteile befürchtet. Eine Kontaktaufnahme des Vereins mit der Einrichtungsleitung lehnt er ab. Er entscheidet sich zum Vater zu gehen, nachdem er darüber informiert wurde was er unternehmen  kann, falls es zuhause beim Vater Probleme geben sollte.

Lösungen

Er hat folgende Möglichkeiten:

Zum  einen könnte er sich  mit dem Bereitschaftsdienst seiner Einrichtung in Verbindung setzen um zu erklären, dass er zurückkommen muss und fragen, wer dann für Ihn zuständig ist.  Zum anderen aber  kann er um Inobhutnahme im Wohnort seines Vaters bitten.

Auch wurde ihm eine Handynummer eines Vereinsmitarbeiters gegeben, an den er sich im Bedarfsfall wenden kann.

Kevin ist dann zum Vater gefahren und es gab keinen größeren Streit. Nach dem Wochenende hat er sich noch einmal gemeldet und gesagt, durch die Informationen des Vereins über seine Rechte, hätte er die Sicherheit gehabt auch Konflikte mit dem Vater durchstehen zu können.

 

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