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Unterstützung, wenn es so zuhause nicht mehr weitergehen kann

Folgende Hilfen sieht das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) oder auch SGB VIII genannt vor, wenn es zuhause Probleme gibt:

Sozialpädagogische Familienhilfe

Bei einer sozialpädagogischen Familienhilfe kommt eine Person stundenweise zu deiner Familie nach Hause und bietet Hilfe bei der Erziehung und bei Alltagsproblemen an. Sie ist für euch alle da, d.h. sie redet mit den Eltern über Probleme und entsprechende Lösungen, unternimmt etwas gemeinsam mit dir und deinen Geschwistern und unterstützt bei Schulaufgaben und Schulproblemen.
Diese Hilfe ist dazu da, dich und deine Familie soweit zu unterstützen, dass ihr bald wieder dazu in der Lage seid, eure Probleme selbständig und unabhängig von der Jugendhilfe zu bewältigen. Die Person wird einige Zeit bei euch zu Hause verbringen, es ist also sinnvoll, dass ihr euch bei der Auswahl dieser Person aktiv beteiligt. §§§ ->

Tagesgruppe

Das Angebot einer Tagesgruppe ist für Kinder ab dem Schulalter geeignet. Du wirst unter der Woche nach der Schule nachmittags in einer Gruppe betreut. Du bekommst dort zusammen mit anderen Kindern schulische Förderung und wirst zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung angeregt.

In einer Tagesgruppe wirst du gemeinsam mit anderen Kinder in deiner  Entwicklung von erfahrenen Pädagogen gefördert. Gegebenenfalls sollst du lernen mit anderen Kindern besser klar zu kommen.

Die regelmäßige Mitarbeit deiner Eltern ist in einer Tagesgruppe Voraussetzung. Sie erhalten Beratung in Erziehungsfragen und Hilfestellung bei der Lösung ihrer Probleme. §§§ ->

Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer

Ein Einzelfallhelfer, ein Erziehungsbeistand oder ein Betreuungshelfer ( Mann oder Frau) ist jemand, der dir zur Seite gestellt wird. Er trifft sich in der Regel ein- bis zweimal  in der Woche mit dir, besucht dich zu Hause oder unternimmt etwas mit dir.  Mit ihm kannst du Zukunftspläne schmieden oder deine Fragen, Sorgen und Probleme besprechen, die deinen Alltag, deine Freunde, deine Familie oder die Schule betreffen. Die Person kann und wird dir keine Entscheidungen oder Aufgaben abnehmen, aber dich dabei unterstützen, dass du sie gut bewältigen kannst. Du sollst das alles in Zukunft ja auch alleine schaffen können.
Wichtig ist für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, dass ihr beide euch gut versteht. Du solltest also bei der Auswahl deines Einzelfallhelfers unbedingt mitreden. Du hast das Recht dazu. §§§ -<

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung

Bei besonderen Problemlagen, wenn du z.B. auf der Straße lebst, besteht die Möglichkeit einer intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung. Der Betreuer kümmert sich ganz intensiv um dich und um deine Situation. Ihr werdet viel Zeit zusammen verbringen. Das kann bedeuten, dass man dich dabei unterstützt, einen problematischen Freundeskreis oder eine Szene zu verlassen, eine feste Wohnung zu bekommen oder deine Schulden zu bearbeiten.

Bei Hilfen, die eine so intensive Zusammenarbeit mit einem Betreuer mit sich bringen ist es sehr wichtig, dass ihr euch gut versteht und Vertrauen zueinander habt. Deshalb prüfe genau, mit wem du zusammenarbeiten möchtest. Bitte darum, dass du eine andere Bertreuungsperson kennenlernen darfst, wenn du kein Vertrauen zu der Betreuungsperson finden kannst, die dir vorgestellt wurde. §§§ ->

 

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